Glossar · Drehteile erklärt

Was sind Drehteile?

Verfahren, Werkstoffe und Toleranzen – verständlich erklärt.

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Drehteile sind rotationssymmetrische Präzisionsteile, die durch Drehen aus Stangen- oder Rundmaterial hergestellt werden. Dieser Leitfaden erklärt die Verfahren, Werkstoffe und Toleranzen – und wie Brassland Drehteile nach Zeichnung fertigt.

Gedrehte Messingteile in Reihen

Verfahren im Detail

Drehteile entstehen durch Materialabtrag aus rotierendem Stangen- oder Rundmaterial. Beim klassischen Drehen rotiert das Werkstück, das Werkzeug bewegt sich längs und quer. Beim Langdrehen (Swiss-Typ) führt eine Büchse das Material dicht an der Schneide – ideal für lange, schlanke Teile. Beim CNC-Drehen mit angetriebenen Werkzeugen kommen Bohren, Gewinden und Fräsen in einer Aufspannung hinzu.

Werkstoffe im Detail

WerkstoffWerkstoff-Nr.NormEigenschaft
CW614N (CuZn39Pb3)2.0401EN 12164Automatenmessing, ~100 % Zerspanbarkeit
CW617N (CuZn40Pb2)2.0402EN 12165Schmiede- und Drehmessing
CW602N (CuZn36Pb2As)2.0372EN 12164entzinkungsbeständig (DZR), ISO 6509
CW724R (CuZn21Si3P)2.0530EN 12164bleifrei, Trinkwasser (NSF 372 / EU)
Cu-ETP (C11000)2.0060EN 13601Kupfer, ~100 % IACS Leitfähigkeit
EN AW-6082 (AlSi1MgMn)3.2315EN 573Aluminium, leicht, anodisierbar

Stangen nach EN 12163/12164; weitere Legierungen (CW510L, CuTeP C14500) auf Anfrage. Mechanische Werte in den verlinkten Datenblättern.

Toleranzen & Prüfung

Allgemeintoleranzen nach ISO 2768-m/-f, enge Passmaße in IT6–IT8, im Langdrehen bis ±0,005 mm; Oberflächen bis Ra 0,4 µm. Geprüft mit Koordinatenmessgeräten (CMM), optischer Messung und kalibrierten Messmitteln; Erstmusterprüfbericht und Abnahmeprüfzeugnis EN 10204 2.1/3.1 auf Wunsch.

Oberflächen

Galvanische und chemische Oberflächen über qualifizierte Partner: Vernickeln, Verzinnen, Verzinken, chemisch Nickel, Passivieren und Polieren – je nach Korrosions-, Kontakt- oder Designanforderung. Entgraten, Gleitschleifen und Reinigung gehören zum Standard.

DIN-Normteile aus Messing

Neben Drehteilen nach Zeichnung fertigen wir genormte Teile: Messingmuttern (DIN 934, 439, 935, 6923 …), Gewindestifte (DIN 913–916), Verschlussschrauben (DIN 906/908/910), Einpressbuchsen nach DIN 16903 sowie Gewindeeinsätze und Gewindebuchsen – alle aus Messing, nach Norm und Zeichnung.

Anwendungen & Branchen

Typische Drehteile sind Stifte, Achsen, Buchsen, Nippel, Düsen, Kontaktteile sowie genormte Teile wie Muttern und Verschlussschrauben – in Sanitär, Elektrotechnik, Pneumatik/Hydraulik, Automotive und Mess- und Regeltechnik.

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Geben Sie Werkstoff, Toleranzen und Stückzahl an. Hersteller aus Jamnagar, Indien – Export in über 40 Länder, ISO 9001 / 14001 / 45001.

Häufige Fragen

Was sind Drehteile?

Rotationssymmetrische Präzisionsteile, die durch Drehen aus Stangen- oder Rundmaterial gefertigt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Drehen und Langdrehen?

Beim Langdrehen führt eine Führungsbüchse das Material dicht an der Schneide – ideal für lange, schlanke Teile mit hoher Genauigkeit.

Aus welchen Werkstoffen bestehen Drehteile?

Häufig Messing, Kupfer, Aluminium und Stahl – siehe Werkstofftabelle.

Welche Toleranzen sind üblich?

Allgemein ISO 2768; enge Maße bis ±0,005 mm.

Was ist CNC-Drehen?

Rechnergesteuertes Drehen mit angetriebenen Werkzeugen für komplexe Geometrien in einer Aufspannung.

Sind Normteile auch Drehteile?

Ja – viele Normteile (Muttern, Stifte, Buchsen) werden gedreht; siehe unsere DIN-Normteile.

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